Music for Writers

In seiner Biografie „On Writing“ rät Stephen King dem Schreibanfänger, sich in einen Raum zurückzuziehen und sich konsequent von der Außenwelt abzuschotten. Das heißt: Fenster verdunkeln, Türen schließen, Handy ausschalten, kein Fernsehen, kein Internet. Nichts soll vom Schreiben ablenken. Nur eine Sache sei erlaubt MUSIK.

„[...] for me the music is just another way of shutting the door. It surrounds me, keeps the mundane world out“ (S. 152), schreibt King und ich kann nur sagen, mir geht es genauso. Musik hilft mir, mich von meiner Umwelt zu lösen, und wirkt auf mich beflügelnd, allerdings darf sie nicht zu hektisch und ablenkend sein. Stephen Kings Vorliebe für Hardrock kann ich also nicht teilen. Ich mag zwar seine „particular favorites“ Guns ‘n’ Roses, AC/DC und Metallica, aber ich käme nie auf die Idee, deren CDs bei der Arbeit laufen zu lassen. Viel lieber lege ich Instrumentalmusik auf mit ruhigen Synthesizerklängen und einfühlsamen Gitarrensoli. Gesang lenkt mich nur ab. Zu viele störende Worte.

Meine besonderen Favoriten sind die CDs von Level Pi. Nicht etwa, weil Level Pi, aka Uwe Cremer, mein Mann ist und ich aus Liebe hoffnungslos voreingenommen bin, sondern weil Uwes Musik zum Schreiben einfach wie geschaffen ist. Sie ist ruhig und dynamisch zugleich, melancholisch schwebend, aber auch getrieben von einer steten Kraft. Für mich ist sie die beste Motivation am Montagmorgen und ein bewährtes Mittel bei Schreibblockaden.

Uwe hat für mich ein Lied mit dem Titel „Energy of Writing” geschrieben, das ich gern mit euch teile. Hört mal rein! Hier ist der Link:

http://soundcloud.com/levelpi/energy-of-writing.

Viel Freude mit dem Song wünschen Claudia Cremer und Level Pi

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2 Antworten auf Music for Writers

  1. Katja sagt:

    Ich mag den Song, er klingt sehr spannend! Ich werde es auch mal testen, ihn beim Schreiben zu hören, aber ich kann mir vorstellen, dass mir Stille dennoch lieber ist. Guns and Roses, wie Stephen King? Unvorstellbar! Zumindest beim Schreiben!

    • ccremer sagt:

      Liebe Katja,

      um seine Horror-Romane zu schreiben, braucht Stephen King wohl kreischende Gitarren im Hintergrund ;-) . Ich persönlich mag es wie du auch lieber leiser oder ganz still.

      Die Idee mit dem abgedunkelten Raum kann ich ebenfalls nur halb nachvollziehen. Wer mag schon tagsüber bei zugezogenen Gardinen am Computer sitzen? Aber zugegeben, manchmal lenkt mich der Blick vom Arbeitszimmer auf den regen Platz vor unserem Haus schon sehr ab. Vor etwa zwei Monaten ist sogar eine Frau auf dem Bürgersteig gestorben (Krankenwagen, Notarzt), was nicht so angenehm war. Für Stephen King vielleicht inspirierend.

      Herzliche Grüße von Claudia

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