Am Anfang

war Tangerine Dream. Dann kamen die Fans und der engagierteste von ihnen, der Engländer Chris Newman, rief die Tangerine Dream Fans Zone Radioshow ins Leben. In dieser Show präsentierte er neue und innovative Musik von Künstlern, die alle auf irgendeine Weise durch die Musik von TD beeinflusst worden waren. Chris spielte u. a. Stücke des schwedischen Musikers Thomas Rydell und stellte Uwe Cremers (aka Level Pi, aka mein Ehemann) erste CD „Entrance“ vor. Thomas hörte Uwes Musik, Uwe die von Thomas beiden gefielen die Tracks des anderen, sie nahmen via MySpace miteinander Kontakt auf und entwickelten die Idee eines Gemeinschaftsprojektes.

Dank Computer, Skype und der wachsenden Freundschaft der beiden funktionierte die deutsch-schwedische Zusammenarbeit wunderbar. Mal schickte Uwe Thomas eine seiner Sequenzen zu, mal ließ sich Uwe von einem Stück von Thomas inspirieren. So entstanden drei außergewöhnliche Lieder.

In dem Titelstück der CD „Sirius Singularity“ erzeugt Uwe mit zwei E-Gitarren, Bass, Schlagzeug, Minimoog, Stringorchestra und Hammondorgel die für Level Pi so typische Krautrock-Stimmung, während Thomas mit Orchesterinstrumenten dem Lied einen klassischen Anstrich verleiht. Zu Beginn des Stückes kreiert er mit Bläsern, Hörnern und Streichern ein sich steigerndes Meeresrauschen, das von einer berührenden Melodie auf akustischer Gitarre abgelöst wird. Uwes E-Gitarren transportieren die Musik schließlich in psychedelische Sphären, und heraus kommt wunderbare Kraut-Klassik eine echte Singularität!

Schon bald entstand das zweite Stück „Revisiting the Art Museum“. Aus einer Aufnahme eines Konzerts von Thomas in einem Kunstmuseum entwickelten die beiden Musiker ein Ambient-Stück, wie es Brian Eno nicht besser hätte machen können (Kommentar von Steve Baltes, der die CD gemastert hat).

„Gizeh Intelligence“, das dritte Stück, ist eine Mischung aus Ambient und Krautrock. Thomas übernimmt hier mit klassischen Instrumenten die Passagen, die sonst von Sequencern gespielt werden. Zusätzlich moogt es ordentlich. Nach knapp 10 Minuten wird es dann mit Uwes Wah-Wah-Gitarre rockig und das Stück bekommt einen leicht orientalischen Touch.

Insgesamt ist die CD mit den drei Tracks etwa 50 Minuten lang und hat damit etwas mehr als die klassische LP-Länge.

Uff! Ist gar nicht so leicht, über Musik zu schreiben. Ich hoffe, ich konnte euch neugierig auf die CD machen. Sie ist genial und „Sirius Singularity“ zählt für mich zu den zehn Liedern, die ich mit auf eine einsame Insel nehmen würde.

Hört mal rein bei Sirius Singularity, Eure Claudia Cremer

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