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	<title>Biografie-Blog</title>
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	<description>Tipps und Tricks zum Schreiben von Autobiografien und  Biografien für andere, zur Kreativität und zum Schreiben allgemein.  Buchtipps zu Lebensgeschichten, Hinweise auf Claudia Cremers Arbeit als Biografin</description>
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		<title>Am Anfang</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 07:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[war Tangerine Dream. Dann kamen die Fans und der engagierteste von ihnen, der Engländer Chris Newman, rief die Tangerine Dream Fans Zone Radioshow ins Leben. In dieser Show präsentierte er neue und innovative Musik von Künstlern, die alle auf irgendeine &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2012/04/am-anfang/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>war Tangerine Dream. Dann kamen die Fans und der engagierteste von ihnen, der Engländer Chris Newman, rief die Tangerine Dream Fans Zone Radioshow ins Leben. In dieser Show präsentierte er neue und innovative Musik von Künstlern, die alle auf irgendeine Weise durch die Musik von TD beeinflusst worden waren. Chris spielte u. a. Stücke des schwedischen Musikers <a href="http://www.thomasrydell.se/" target="_blank">Thomas Rydell</a> und stellte Uwe Cremers (aka <a href="http://www.level-pi.de/de/" target="_blank">Level Pi</a>, aka mein Ehemann) erste CD „Entrance“ vor. Thomas hörte Uwes Musik, Uwe die von Thomas <span style="font-family: Times New Roman,serif;">‒</span> beiden gefielen die Tracks des anderen, sie nahmen via MySpace miteinander Kontakt auf und entwickelten die Idee eines Gemeinschaftsprojektes.<span id="more-455"></span></p>
<p>Dank Computer, Skype und der wachsenden Freundschaft der beiden funktionierte die deutsch-schwedische Zusammenarbeit wunderbar. Mal schickte Uwe Thomas eine seiner Sequenzen zu, mal ließ sich Uwe von einem Stück von Thomas inspirieren. So entstanden drei außergewöhnliche Lieder.</p>
<p>In dem Titelstück der CD <a href="https://www.facebook.com/pages/Sirius-Singularity/340415696021059" target="_blank">„Sirius Singularity“</a> erzeugt Uwe mit zwei E-Gitarren, Bass, Schlagzeug, Minimoog, Stringorchestra und Hammondorgel die für Level Pi so typische Krautrock-Stimmung, während Thomas mit Orchesterinstrumenten dem Lied einen klassischen Anstrich verleiht. Zu Beginn des Stückes kreiert er mit Bläsern, Hörnern und Streichern ein sich steigerndes Meeresrauschen, das von einer berührenden Melodie auf akustischer Gitarre abgelöst wird. Uwes E-Gitarren transportieren die Musik schließlich in psychedelische Sphären, und heraus kommt wunderbare Kraut-Klassik <span style="font-family: Times New Roman,serif;">‒</span> eine echte Singularität!</p>
<p>Schon bald entstand das zweite Stück „Revisiting the Art Museum“. Aus einer Aufnahme eines Konzerts von Thomas in einem Kunstmuseum entwickelten die beiden Musiker ein Ambient-Stück, wie es Brian Eno nicht besser hätte machen können (Kommentar von Steve Baltes, der die CD gemastert hat).</p>
<p>„Gizeh Intelligence“, das dritte Stück, ist eine Mischung aus Ambient und Krautrock. Thomas übernimmt hier mit klassischen Instrumenten die Passagen, die sonst von Sequencern gespielt werden. Zusätzlich moogt es ordentlich. Nach knapp 10 Minuten wird es dann mit Uwes Wah-Wah-Gitarre rockig und das Stück bekommt einen leicht orientalischen Touch.</p>
<p>Insgesamt ist die CD mit den drei Tracks etwa 50 Minuten lang und hat damit etwas mehr als die klassische LP-Länge.</p>
<p>Uff! Ist gar nicht so leicht, über Musik zu schreiben. Ich hoffe, ich konnte euch neugierig auf die CD machen. Sie ist genial und „Sirius Singularity“ zählt für mich zu den zehn Liedern, die ich mit auf eine einsame Insel nehmen würde.</p>
<p>Hört mal rein bei <a href="http://soundcloud.com/levelpi/siriussingularity-teaser-v002" target="_blank">Sirius Singularity</a>, Eure Claudia Cremer</p>
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		<title>Stadt der Diebe</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 19:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Leningrad, Kriegswinter 1942. Es gibt kaum einen trostloseren Ort auf der Welt, als diese von den Deutschen belagerte Stadt. Kein Baum steht mehr, den man verfeuern könnte; kein Hund und keine Katze streunt herum, die man braten könnte. In Leningrad &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2012/04/stadt-der-diebe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leningrad, Kriegswinter 1942. Es gibt kaum einen trostloseren Ort auf der Welt, als diese von den Deutschen belagerte Stadt. Kein Baum steht mehr, den man verfeuern könnte; kein Hund und keine Katze streunt herum, die man braten könnte. In Leningrad gibt es nichts mehr außer Hunger, Kälte und vielleicht noch ein paar Träume.<span id="more-441"></span></p>
<p>Als ein toter deutscher Flieger mit seinem Fallschirm direkt vor den Füßen des siebzehnjährigen Lew und seiner Freunde landet, tun sie das, was jeder in ihrer Lage tun würde. Sie plündern die Leiche. Allerdings werden sie von russischen Soldaten erwischt. Sie versuchen zu fliehen und Lew muss sich entscheiden: Hilft er der gestürzten Vera oder rettet er seinen eigenen Hals.</p>
<p>„<span style="font-size: small;">Ich wünschte, ich könnte dir sagen, dass mir nicht einen Moment lang der Gedanke kam, Vera im Stich zu lassen, dass meine Freundin in Gefahr war und ich ihr ohne zu zögern zu Hilfe eilte. Aber in Wahrheit hasste ich sie in diesem Augenblick. Ich hasste sie, weil sie zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gestolpert war, mit panikerfüllten braunen Augen zu mir hochsah, mich zu ihrem Retter erkor, obwohl Grischa der Einzige war, den sie je geküsst hatte. Ich wusste, dass ich nicht mit der Erinnerung an diese mich anflehenden Augen leben konnte, und sie wusste es auch, und ich hasste sie selbst noch, als ich vom Tor heruntersprang, sie aufhob und zum Gitter zerrte.“ (S. 31 f.)</span></p>
<p>Die Entscheidung, Vera zu helfen, verändert Lews Leben. Er kommt ins Gefängnis und lernt dort den redegewandten Soldaten Kolja kennen, der als Deserteur festgenommen wurde, weil er nicht rechtzeitig zur Armee zurückgekehrt war. Die beiden erwartet das Todesurteil, aber sie bekommen die Chance, ihr Leben zu retten, wenn sie ein Dutzend Eier für die Hochzeitstorte der Tochter des Generals besorgen können. Eine Odyssee beginnt, zunächst durch die Stadt, dann durch die feindlichen Linien hinaus ins Gelände, über eisige Felder und durch tiefe Wälder, in ständiger Angst davor, von der roten Armee, den deutschen Truppen oder von Partisanen erschossen zu werden. Und die Zeit rennt ihnen davon!</p>
<p>David Benioff beschreibt in seinem Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453407156/ref=s9_simh_gw_p14_d0_g14_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=1EZS0S51KN9JB4E0YW5R&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128" target="_blank">„Stadt der Diebe“ </a>die grausame Wirklichkeit des Zweiten Weltkrieges, stellt den Horror und die Gräueltaten schonungslos dar, und trotzdem konnte ich immer wieder schmunzeln <span style="font-family: Times New Roman,serif;">‒</span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>über den entwaffnenden Humor und die Unerschrockenheit der beiden völlig verschiedenen Helden Lew und Kolja, deren Freundschaft tiefer geht als alle Grausamkeit der Welt.</p>
<p>Im Vorwort erklärt der Autor, dass er die Geschichte seines Großvaters aufgeschrieben habe; es handelt sich also um ein biografisches Projekt. Nachdem Benioff den alten Mann mehrere Tage lang interviewt und nach immer mehr Einzelheiten befragt hatte, wehrte dieser ab: „Das ist alles lange her“, sagte er. „Ich weiß nicht mehr, was ich anhatte. Ich weiß nicht mehr, ob die Sonne herauskam.“ „David“, sagte er. „Du bist doch der Schriftsteller. Denk dir was aus.“ (S. 15)</p>
<p>Das hat Benioff gemacht und einen spannenden, ergreifenden und gleichzeitig amüsanten Roman geschrieben.</p>
<p>Claudia Cremer</p>
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		<title>Wieder da!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 19:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer langen Blog-Pause melde ich mich wieder zurück. Entschuldigt, dass ich euch habe hängen lassen, aber in den letzten Wochen war einfach zu viel los. Das fing damit an, dass die Lokalzeit Köln mein Erzählcafé filmen wollte und ich &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2012/04/wieder-da/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer langen Blog-Pause melde ich mich wieder zurück. Entschuldigt, dass ich euch habe hängen lassen, aber in den letzten Wochen war einfach zu viel los.</p>
<p>Das fing damit an, dass die Lokalzeit Köln mein Erzählcafé filmen wollte und ich kurzfristig vor Weihnachten eine außerordentliche Erzählcafé-Sitzung organisieren musste (Hat sich absolut gelohnt, schöner Beitrag!). Dann habe ich noch zwei Biografieprojekte zum Abschluss gebracht (Uff!), war zwischendurch kurz im Krankenhaus (Alles gut überstanden!), und vor Karneval sind wir umgezogen (Doppelstress!). Wir sind zwar in derselben Stadt geblieben, im selben Viertel (nur andere Straße), aber trotzdem mussten 110 Kartons gepackt und wieder ausgepackt werden. Ich habe mir fest vorgenommen, nicht mehr so viele Bücher zu kaufen!</p>
<p>Doch jetzt bin ich wieder da! Mit neuen Themen, Tipps und Tricks zum Schreiben! Allerdings muss ich euch warnen. Ich werde es nicht mehr schaffen, wöchentlich zu bloggen. Werde aber bestimmt häufiger schreiben als in den letzten Wochen. <img src='http://www.cremer-biografien.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Versprochen!</p>
<p>Jetzt wünsche ich euch Spaß bei meinem neuesten Blog-Artikel über ein Buch, das ich euch sehr ans Herz lege.</p>
<p>Herzlichst Eure Claudia Cremer</p>
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		<title>Ein Ghost in der Hauptrolle</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 17:06:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist unscheinbar, trägt immer denselben grauen Mantel, Jeans und Pullover. Sein Name wird nie genannt. Sein Platz: am Rande des Geschehens. Von dort beobachtet er die Menschen. Er hört zu und schweigt und wartet. Und er muss dauernd warten. &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/11/ghost-als-hauptrolle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist unscheinbar, trägt immer denselben grauen Mantel, Jeans und Pullover. Sein Name wird nie genannt. Sein Platz: am Rande des Geschehens. Von dort beobachtet er die Menschen. Er hört zu und schweigt und wartet. Und er muss dauernd warten. Er wartet darauf, dass er mit seiner Arbeit beginnen kann, dass sein Auftraggeber ihm eine Audienz gewährt oder dass man ihm das Manuskript zeigt. Er wartet auf Nachrichten, Informationen, sitzt tatenlos im Büro herum, im Hotelzimmer, zu Hause. Dabei läuft ihm die Zeit davon&#8230;<span id="more-427"></span></p>
<p>Roman Polanski zeichnet in seinem Film <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YS3yvyfyEto" target="_blank">„The Ghost Writer“</a> ein wirklich tristes Bild von der Arbeit eines Ghosts. Dabei scheint gerade seine Hauptfigur, gespielt von Ewan McGregor, das große Los gezogen zu haben. Er darf eine Promibiografie schreiben, und zwar nicht irgendeine, sondern die des ehemaligen englischen Premierministers Lang <em>himself</em>. Der Auftrag ist mit einem hohen Honorar verknüpft und natürlich nimmt der Ghost ihn an <span style="font-family: Times New Roman,serif;">–</span> Flug, Hotelzimmer, alles ist gebucht und bezahlt <span style="font-family: Times New Roman,serif;">–</span><span style="font-family: Times New Roman,serif;">,</span> aber er zeigt sich wenig beeindruckt. Mit kleinem Gepäck und geringem Enthusiasmus macht er sich auf den Weg zum Domizil des Politikers.</p>
<p>Premierminister Lang, der sich in einer politisch brisanten Lage befindet, erweist sich als launischer Mensch, der nur wenig Zeit und Geduld für Interviews mit seinem Ghostwriter hat. Der lässt vernünftigerweise die angespannte Stimmung im Hause Lang erst einmal an sich abprallen und tut das, was man als Ghost in solchen Situationen am besten tut: Er beobachtet und schweigt. Nur eine Sache beunruhigt ihn wirklich, und das ist der Tod seines Vorgängers, der offensichtlich einem Geheimnis auf der Spur war und von jemandem aus dem Weg geschafft wurde. Der Ghost nimmt die Fährte seines Vorgänger-Ghosts auf und gerät nun selbst in Lebensgefahr.</p>
<p>Polanskis Film ist spannend, die Geschichte in wunderbaren Bildern und an tollen Orten realisiert worden und Ewan McGregor spielt einen wirklich coolen Ghost. Ich habe mich natürlich gefragt, ob mich mit diesem namenlosen Kollegen irgendetwas verbindet, und ich muss sagen &#8211; auch wenn ich keinen Premierminister als Auftraggeber habe -, so manche Szene hat mich doch sehr berührt und an meine Arbeit erinnert.</p>
<p>Wie der Ghost im Film laufe auch ich immer mit einer großen Tasche herum, in der ich Manuskriptseiten, Bücher, Block und Stifte herumschleppe. Mein Aufnahmegerät habe ich auch immer dabei. Ich sitze oft unter Papierseiten vergraben an meinem Schreibtisch, streiche Abschnitte, füge neue ein, ändere um. Und wie Polanskis Ghostwriter muss auch ich oft warten. Auf die Bahn, die mich zu meiner Kundin bringt, auf die Korrektur der Manuskriptseiten, bevor ich weiterarbeiten kann, auf Fotos und Informationen, die ich dringend benötige, auf erste Layoutvorschläge der Designerin, auf die Benachrichtigung der Druckerei usw. Aber das gehört eben zur Arbeit dazu und da pflege ich denselben Gleichmut wie der Filmghost.</p>
<p>Aber anders als Polanskis Geisterschreiber ist meine Welt nicht so grau und trist, meine Kundinnen sind viel netter und ihre Geheimnisse &#8211; das hoffe ich mal &#8211; <span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>nicht so brisant, dass sie mich irgendwann einmal in Lebensgefahr bringen könnten <img src='http://www.cremer-biografien.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Herzlichst Eure Claudia Cremer</p>
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		<title>Murder your darlings!</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 14:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist vollbracht! Tausende Wörter sind getippt, mehr als hundert Normseiten gefüllt, die letzte Zeile ist geschrieben. Punkt, Ende, Aus! Jetzt noch die Seiten ausdrucken, eintüten, an einen Verlag schicken. Fertig! &#8212; Ja, und dann sich gemütlich im Bürostuhl zurücklehnen &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/11/murder-your-darlings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist vollbracht! Tausende Wörter sind getippt, mehr als hundert Normseiten gefüllt, die letzte Zeile ist geschrieben. Punkt, Ende, Aus! Jetzt noch die Seiten ausdrucken, eintüten, an einen Verlag schicken. Fertig! &#8212; Ja, und dann sich gemütlich im Bürostuhl zurücklehnen und den Erfolg auskosten, denkt der unerfahrene Autor. Aber so funktioniert es nicht!<span id="more-407"></span></p>
<p>Wir spulen noch einmal zurück: Tausende Wörter sind getippt, mehr als hundert Normseiten gefüllt, die letzte Zeile ist geschrieben. Punkt, Ende, Aus &#8230; Nein! Stopp! Kein Ende, kein Abschicken des Manuskripts, kein Zurücklehnen. Die Arbeit ist noch lange nicht getan. Glaube mir, kein vernünftiger Schriftsteller würde die erste Fassung seines Werks einem Verlag zukommen lassen. <em>Mindestens</em> eine Überarbeitung ist notwendig.</p>
<p>Wenn du schreibst, verlierst du dich schnell im Fluss deiner Worte. Du merkst nicht, dass du diese oder jene Information schon fünfzig Seiten vorher gegeben hast, und bist manchmal so tief in die Handlung eingetaucht, dass dir Widersprüche entgehen. Das Manuskript muss daher immer auf inhaltliche Unstimmigkeiten kontrolliert werden, die dir allerdings nur auffallen, wenn du ein wenig Abstand zum Text hast. Du solltest ihn mindestens zwei Wochen ruhen lassen.</p>
<p>Druck dir dann die Seiten aus (nicht doppelseitig, das verwirrt nur) und setz dich mit diesem Packen an deinen Schreibtisch. Nimm einen Stift zur Hand und mache dir am Rand deines Manuskripts Notizen, und zwar immer dann, wenn du beim Lesen ins Stocken gerätst, wenn dir etwas komisch oder unklar erscheint. An diese Stellen kehrst du dann später zurück und änderst sie um.</p>
<p>Habe Mut zu streichen! Autoren schreiben in der ersten Fassung meist viel zu viel! Zu umständlich! Zu langatmig! Kürze Nebenaspekte, die deinen Leser nur ablenken würden, lösche ganze Passagen, wenn sie deine Geschichte nicht maßgeblich vorantreiben. Überflüssige Informationen töten die Spannung. Ich weiß, es ist nicht leicht, sich von seinen genialen Ideen oder den wohlformulierten Beschreibungen zu trennen, aber es muss sein. „<em>Toss it even if you love it!</em>“, rät <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/On_Writing" target="_blank">Stephen King</a> und <a href="http://grammar.about.com/od/rhetoricstyle/a/murderquiller.htm" target="_blank">Sir Arthur Quiller-Couch</a> prägte den schönen Satz: „<em>Murder your darlings!</em>“</p>
<p>Nach der ersten Überarbeitung kannst du dein Manuskript einem oder vielleicht noch zwei oder drei weiteren Menschen geben, denen du vertraust und die gute und begeisterte Leser sind. Sie werden dir sagen, was ihnen unklar ist, an welcher Stelle sie den Faden verloren haben und ab wann sie sich gelangweilt haben. Hör dir ihre Kommentare an und überlege, ob dir ihre Einwände einleuchten. Entscheide dann, ob du deinen Text ändern willst.</p>
<p>Mancher Schriftsteller macht nach der zweiten Überarbeitung noch eine letzte Feinkorrektur des Textes, aber das sei dir selbst überlassen.</p>
<p>Irgendwann ist dann tatsächlich Ende, Aus, Schluss! Du kannst die Seiten ausdrucken, eintüten, an einen Verlag schicken und dich endlich zufrieden in deinem Bürostuhl zurücklehnen und den kommenden Erfolg genießen. Damit aber erst gar keine Langeweile aufkommt, kannst du gleich mit deinem neuen Werk beginnen. <img src='http://www.cremer-biografien.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Herzlichst deine Claudia Cremer</p>
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		<title>The story of your life</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 17:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich Wörter wie „Biografie“, „Erinnerungen“ oder „Geschichte meines Lebens“ irgendwo entdecke oder höre, bin ich sofort aufmerksam. Ich drehe das Radio lauter, klicke ohne zu überlegen den Artikel im Internet an und lese. Es ist wie ein Reflex, den &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/10/the-story-of-your-life/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich Wörter wie „Biografie“, „Erinnerungen“ oder „Geschichte meines Lebens“ irgendwo entdecke oder höre, bin ich sofort aufmerksam. Ich drehe das Radio lauter, klicke ohne zu überlegen den Artikel im Internet an und lese. Es ist wie ein Reflex, den wohl jede Biografin hat. Als ich letztens aber den Slogan von Facebooks großer Neuerung sah, war meine Reaktionszeit rekordverdächtig. <em>Timeline. The story of your life. </em>Diesen<em> </em><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/facebookaenderungen100.html" target="_blank">Artikel</a> von Fabian Grabowsky auf der Tagesschau-Seite musste ich lesen.<span id="more-398"></span></p>
<p>Was ist <a href="http://www.facebook.com/about/timeline" target="_blank"><em>Timeline</em>?</a> <em>Timeline</em> ist eine Idee von Mark Zuckerberg, dem Gründer von <em>Facebook</em>, der sich offensichtlich fest vorgenommen hat, die Benutzer seines Social Networks stärker an sich zu binden, indem er ihnen die Möglichkeit bietet, noch mehr persönliche Informationen auf ihrer Seite zu sammeln. In <em>Timeline</em> können die User „ihr gesamtes Leben präsentieren – wenn sie wollen, seit ihrer Geburt. Sie können ihren bisherigen Profilinhalten chronologisch übersichtlich Hochzeitfotos, Lebensweisheiten oder die Koordinaten eines Cafés hinzufügen, in dem sie vor Jahren ihren ersten Latte Macchiato getrunken haben“, schreibt Grabowsky in seinem Artikel.</p>
<p>Es geht Zuckerberg folglich nicht mehr ausschließlich um das derzeitige Befinden und Auffinden seiner Facebook-Benutzer, sondern sie sollen zusätzlich ihre Vergangenheit im Netz ausbreiten, quasi eine Art Lebensalbum erstellen. Sie können süße Babyfotos online setzen, ihren Mallorca-Urlaub dokumentieren, und alle können sehen, wer zum 30. Geburtstag eingeladen war. Im Klartext heißt das: Wir Facebookler werden dazu verführt, immer mehr über uns im Netz preiszugeben. Soll ich das nun gutfinden?</p>
<p>Als Facebook-Skeptikerin hat es mich immer schon beunruhigt, dass ich Häppchen für Häppchen mein derzeitiges Wirken im Internet präsentiere. Die biografische Sammelmaschine <em>Timeline</em> verschärft das Problem. Weiß ich wirklich, wer sich meine Babyfotos anschaut? Habe ich tatsächlich Kontrolle darüber, wo meine Lebensgeschichte landet?</p>
<p>Andererseits – als Biografin – MUSS ich <em>Timeline</em> gutheißen. Mark Zuckerberg macht schließlich Werbung für meine Sache, denn er sorgt dafür, dass sich der „Biografiegeist“ im Netz millionenfach verbreitet. Facebookler auf der ganzen Welt werden schon bald anfangen, ihre Fotos zu sortieren, werden Bildunterschriften entwerfen, kleine Anekdoten aus ihrem Leben schreiben und auf ihrer Seite veröffentlichen – alles erste kleine Schritte auf dem Weg zur eigenen Biografie.</p>
<p>Und ist der Benutzer erst einmal mit dem Biografievirus infiziert, will er mehr. Er will zu seinen schönen Fotos die dazugehörigen Geschichten erzählen. Er will sie aufschreiben oder aufschreiben lassen, und wer könnte ihm bei diesem wunderbaren Projekt besser zur Seite stehen als eine professionelle Biografin und Ghostwriterin? Nun, ich kenne da eine ganz kompetente in Köln <img src='http://www.cremer-biografien.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> !</p>
<p>Ihr seht, ich darf gar nichts gegen <em>Timeline</em> haben, denn die Neuerung könnte für mich durchaus geschäftsfördernd sein! Danke, Mark Zuckerberg! <img src='http://www.cremer-biografien.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Herzliche Grüße von Eurer heute nicht so ganz ernst zu nehmenden Bloggerin Claudia Cremer</p>
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		<title>Music for Writers</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 14:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In seiner Biografie „On Writing“ rät Stephen King dem Schreibanfänger, sich in einen Raum zurückzuziehen und sich konsequent von der Außenwelt abzuschotten. Das heißt: Fenster verdunkeln, Türen schließen, Handy ausschalten, kein Fernsehen, kein Internet. Nichts soll vom Schreiben ablenken. Nur &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/10/music-for-writers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seiner Biografie <a href="http://www.amazon.de/Das-Leben-das-Schreiben-Memoiren/dp/3453435745/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1318774905&amp;sr=1-1" target="_blank">„On Writing“</a> rät Stephen King dem Schreibanfänger, sich in einen Raum zurückzuziehen und sich konsequent von der Außenwelt abzuschotten. Das heißt: Fenster verdunkeln, Türen schließen, Handy ausschalten, kein Fernsehen, kein Internet. Nichts soll vom Schreiben ablenken. Nur eine Sache sei erlaubt <span style="font-family: Times New Roman,serif;">‒</span> MUSIK.<span id="more-386"></span></p>
<p><em>„[</em><em>...] for me the music is just another way of shutting the door. It surrounds me, keeps the mundane world out</em>“ (S. 152), schreibt King und ich kann nur sagen, mir geht es genauso. Musik hilft mir, mich von meiner Umwelt zu lösen, und wirkt auf mich beflügelnd, allerdings darf sie nicht zu hektisch und ablenkend sein. Stephen Kings Vorliebe für Hardrock kann ich also nicht teilen. Ich mag zwar seine „particular favorites“ Guns &#8216;n&#8217; Roses, AC/DC und Metallica, aber ich käme nie auf die Idee, deren CDs bei der Arbeit laufen zu lassen. Viel lieber lege ich Instrumentalmusik auf mit ruhigen Synthesizerklängen und einfühlsamen Gitarrensoli. Gesang lenkt mich nur ab. Zu viele störende Worte.</p>
<p>Meine besonderen Favoriten sind die CDs von <a href="http://www.level-pi.de/de/" target="_blank">Level Pi</a>. Nicht etwa, weil Level Pi, aka Uwe Cremer, mein Mann ist und ich aus Liebe hoffnungslos voreingenommen bin, sondern weil Uwes Musik zum Schreiben einfach wie geschaffen ist. Sie ist ruhig und dynamisch zugleich, melancholisch schwebend, aber auch getrieben von einer steten Kraft. Für mich ist sie die beste Motivation am Montagmorgen und ein bewährtes Mittel bei Schreibblockaden.</p>
<p>Uwe hat für mich ein Lied mit dem Titel „Energy of Writing&#8221; geschrieben, das ich gern mit euch teile. Hört mal rein! Hier ist der Link: <a href="http://soundcloud.com/levelpi/energy-of-writing"></a></p>
<p><a href="http://soundcloud.com/levelpi/energy-of-writing">http://soundcloud.com/levelpi/energy-of-writing.</a></p>
<p>Viel Freude mit dem Song wünschen Claudia Cremer und Level Pi</p>
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		<title>Eine autobiografische Geschichte</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 14:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal in meinem Leben in Kevelaer, dem berühmten Marienwallfahrtsort am Niederrhein. Schon seit meiner Kindheit war Kevelaer für mich ein Begriff, denn der Frauenverein meines Heimatdorfes pilgerte jedes Jahr dorthin. Ich erinnere mich genau &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/09/eine-autobiografische-geschichte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal in meinem Leben in Kevelaer, dem berühmten Marienwallfahrtsort am Niederrhein. Schon seit meiner Kindheit war Kevelaer für mich ein Begriff, denn der Frauenverein meines Heimatdorfes pilgerte jedes Jahr dorthin. Ich erinnere mich genau daran, dass stets ein Raunen durch die Bankreihen der Frauen ging, wenn unser Pfarrer in der Kirche die Fahrt ankündigte. Kevelaer musste wahrlich ein besonderer Ort sein! Leider konnte ich meine Mutter nicht darüber ausfragen, denn sie nahm nie an den Touren teil. So blieb Kevelaer für mich lange ein Geheimnis.<span id="more-358"></span></p>
<p>Als ich zwölf Jahre alt war, kam mein Vater auf die Idee, in den Sommerferien nach Banneux zu fahren. Banneux war zwar nicht Kevelaer, aber Wallfahrtsort war Wallfahrtsort, und endlich, endlich, dachte ich mir, würde ich dem Pilgergeheimnis auf die Spur kommen. Allerdings konnte ich nicht ahnen, dass unsere Fahrt der schrecklichste Tagesauflug meines Lebens werden würde.</p>
<p>Der Legende nach war die Jungfrau Maria einem armen Bauernmädchen erschienen, dem sie den Auftrag gab, in Banneux eine Kapelle zu errichten und die Wasserquelle des Ortes zur Heilung der Kranken zu nutzen. Ich stellte mir den Erscheinungsort <span style="font-family: Times New Roman,serif;">–</span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>aus welchem Grunde auch immer <span style="font-family: Times New Roman,serif;">–</span> sehr einsam vor, irgendwie verwunschen und märchenhaft. Doch bereits in dem Moment, als mein Vater unseren VW-Käfer auf den riesigen Parkplatz voll mit Reisebussen zusteuerte, wurde ich auf den Boden der Tatsachen geholt. Hier gab es keine Einsamkeit, sondern nur Massenabfertigung.</p>
<p>Enttäuscht und verunsichert stieg ich aus unserem Auto und schlich an der Hand meiner Mutter an den riesigen Ständen mit Devotionalien vorbei: Schneewürfel mit Maria, Bilder vom Gekreuzigten, Gipsfiguren vom guten Hirten und der Papst auf Tausend Kerzen und Tellern. Kitsch über Kitsch, aber für mich als Kind ein überwältigender Anblick! Mein Vater, sonst sparsam, kaufte zu meiner großen Freude an einem Stand eine völlig überteuerte Weihwasserflasche aus Plastik mit einem Bild von Maria, der Jungfrau der Armen, darauf. Dann bahnten wir uns einen Weg bis zur berühmten Quelle, an der ich voller Erfurcht für meine Großmutter zu Hause etwas von dem heiligen Wasser in die Flasche abfüllte.</p>
<p>Mit dem Wallfahrtsort wieder ein wenig mehr versöhnt, folgte ich meinen Eltern zur Kapelle. Das Bild, das sich mir nun bot, werde ich im Leben nicht vergessen. Auf dem Vorplatz hatten sich zahlreiche Menschen versammelt: Alte, Kranke, Kinder in Rollstühlen, geistig und körperlich Behinderte. Einige wurden in Krankenbetten herangefahren, andere humpelten auf ihren Krücken zu einem der wenigen freien Stühle. Noch nie in meinem Leben hatte ich so viele leidende, dahinsiechende Menschen auf einer Stelle gesehen. Es war erschütternd, und ich wollte nur noch eins &#8211; fort von diesem schrecklichen Ort! Als wir uns kurz darauf endlich auf den Weg nach Hause machten, war ich völlig erschöpft.</p>
<p>Später am Abend im Bett konnte ich nicht einschlafen. Die Bilder des Elends gingen mir ständig durch den Kopf. Irgendwann fing ich dann an zu beten, Jesus möge bloß verhindern, dass mir jemals die Muttergottes erscheinen würde. Ich wollte auf keinen Fall wie das elfjährige Bauernmädchen gezwungen sein, aus unserem Dorf ein zweites Banneux zu machen. Das Thema Wallfahrt war für mich endgütlig gestorben.</p>
<p>Als ich 33 Jahre später nun nach Kevelaer fuhr, hatte ich sofort einen dicken Kloß im Hals. Würde ich ähnlichen Schrecknissen wie in Banneux begegnen? Nun: Wallfahrtsort ist eben nicht gleich Wallfahrtsort. Kevelaer ist ein idyllisches Städtchen mit einer prächtigen Marienbasilika, vielen Kapellen, schönen Gassen und einem Marktplatz. Die Pilger schlenderten &#8211; jetzt so nah am Ende der Saison &#8211; ganz entspannt durch die Straßen, steckten im Vorbeigehen eine Kerze an und verschwanden in einem der Cafés. Und da hatte ich plötzlich eine Eingebung! Das Highlight für die Damen des Frauenvereins meines Heimatortes war wahrscheinlich gar nicht das Pilgern, Beten und Kerzenanzünden gewesen, sondern das gemeinsame Erzählen bei leckerem Kaffee und köstlichem Kuchen im Pilgercafé.</p>
<p>Herzlichst Claudia Cremer</p>
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		<title>Auf der Suche&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 12:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht ist er schon da, bevor du überhaupt die erste Zeile geschrieben hast. Oder er fällt dir plötzlich ein, wenn du nachts aus einer Unruhe heraus durchs Haus streifst oder beim Bahnfahren gedankenverloren aus dem Fenster schaust. Es kann aber &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/09/auf-der-suche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist er schon da, bevor du überhaupt die erste Zeile geschrieben hast. Oder er fällt dir plötzlich ein, wenn du nachts aus einer Unruhe heraus durchs Haus streifst oder beim Bahnfahren gedankenverloren aus dem Fenster schaust. Es kann aber auch sein, dass er sich dir erst ganz zum Schluss offenbart, wenn alles andere fertig ist und du die Hoffnung schon längst aufgegeben hast, ihn jemals zu finden&#8230;<span id="more-345"></span></p>
<p>&#8230;den passenden Titel für deine Lebensgeschichte.</p>
<p>Wenn dir allerdings überhaupt nichts einfallen sollte, kannst du immer noch auf den Klassiker zurückgreifen und deine Biografie „Erinnerungen“ oder „Mein Leben“ nennen. Selbst Marcel Reich-Ranicki hat sich von der Schlichtheit des zweiten Titels betören lassen und ihn für seine Lebensgeschichte gewählt. Wenn dir das jedoch zu allgemein ist, kannst du gern einen Zusatz wählen: „Erinnerungen an ein erfülltes Leben“, „Mein Leben als Stallbursche“ oder „Meine Kindheit in Hinterpommern“.</p>
<p>Du kannst aber ruhig noch etwas kreativer werden. Vielleicht findet sich in deiner Biografie ein Satz, der dein Leben auf den Punkt bringt? Hat jemand etwas zu dir gesagt, das zu deinem Lebensmotto wurde? Was ist der Hauptaspekt deiner Geschichte? Der Titel der Biografie einer meiner Privatkundinnen lautet<span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>„Es gibt keine Heinzelmännchen!“ und passt wunderbar zu ihrem arbeitsreichen Leben in Köln. <a href="http://www.amazon.de/Glaube-fest-Wiedersehen-Agnes-Nu%C3%9Fbaum/dp/3940210390/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316261569&amp;sr=1-1" target="_blank">„Glaube fest an ein Wiedersehen“ </a>waren die Abschiedsworte von Agnes Nußbaums Verlobten, als er in den Krieg zog, und blieben ihr Credo für die nächsten Jahre. Gabi Schmidt beschreibt in ihrer Biografie <a href="http://www.amazon.de/Ich-habe-Leuk%C3%A4mie-f%C3%BChle-mich/dp/3935977611/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316260820&amp;sr=1-1" target="_blank">„Ich habe Leukämie – und fühle mich gut!“</a> tapfer, ehrlich und humorvoll, wie sie mit der schrecklichen Diagnose umgeht.</p>
<p>Mein Tipp nun für deine Suche: Am besten, du notierst spontan zehn Titel für deine Lebensgeschichte auf einem Zettel und fängst an, mit den Worten zu jonglieren. Dabei werden dir ganz automatisch neue Ideen kommen.</p>
<p>Du kannst auch einfach einmal in die Buchhandlung gehen und dich inspirieren lassen. Welche Titel sprechen dich an? Welche verheißen Spannung? Manche versprechen Nachdenkliches „Für &#8216;ne Moment“ (Wolfgang Niedecken) oder ein Abenteuer „Ich bin dann mal weg“ (Hape Kerkeling). Einige wollen deine Neugierde wecken „Nichts als die Wahrheit“ (Dieter Bohlen) oder dich bewusst schockieren „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ (Andreas Altmann). Frage dich selbst: Welches dieser Bücher würdest du gerne lesen?</p>
<p>Wenn du deinen Titel endlich gefunden hast, gibt es noch Folgendes zu bedenken. Möchtest du deine Biografie nur im privaten Bereich verteilen, dann kannst du ihn ohne Probleme frei verwenden. Solltest du allerdings deine Lebensgeschichte veröffentlichen wollen, musst du vorher prüfen, ob dein Titel nicht eventuell schon vergeben und damit urheberrechtlich geschützt ist. Schau als Erstes bei <em>buchhandel.de, amazon.de</em> oder einem anderen Buchanbieter nach. Wenn du allerdings ganz sicher sein möchtest, musst du im <a href="http://www.vlb.de/" target="_blank">Verzeichnis Lieferbarer Bücher </a>nachschlagen.</p>
<p>Und ein letzter Rat: Keine literarischen Zitate wählen, wie es Boris Becker für seine Lebensgeschichte getan hat. „Augenblick, verweile doch“ (oh je, auch noch aus Goethes Faust!) ist hochgegriffen, steif, langweilig &#8211; einfach nur daneben!</p>
<p>Herzlichst Claudia Cremer</p>
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		<title>Claudias Erzählcafé</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 16:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ccremer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als hätte ich mit meinem Thema „Ein unvergesslicher Sommer“ den Wettergott höchstpersönlich inspiriert, schien am Nachmittag, an dem mein Erzählcafé stattfinden sollte, die Sonne. Frau Goetz reservierte sofort für mich und meine Damen die Gartenterrasse ihres Cafés, sorgte mit einem &#8230; <a href="http://www.cremer-biografien.de/blog/2011/09/claudias-erzaehlcafe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Als hätte ich mit meinem Thema „Ein unvergesslicher Sommer“ den Wettergott höchstpersönlich inspiriert, schien am Nachmittag, an dem mein Erzählcafé stattfinden sollte, die Sonne. Frau Goetz reservierte sofort für mich und meine Damen die Gartenterrasse ihres Cafés, sorgte mit einem großen blauen Schirm für ein wenig Schatten und verwöhnte uns mit Eiskaffee, Tee, Kuchen und Quiches. Es war sehr gemütlich, wie die Fotos zeigen: <span id="more-335"></span></p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" title="Claudias Erzählcafe" src="http://www.cremer-biografien.de/img/Erzählcafe 01.jpg" alt="" width="441" height="356" /></p>
<p>Die Geschichten, die wir erzählten, drehten sich fast alle um außergewöhnliche Urlaube. So war die Klepperboot-Tour mit den Kindern ebenso unvergesslich wie die Fahrt mit dem alten Käfer nach Südfrankreich oder die Besichtigung der atemberaubenden Niagara-Fälle. Mit ihrer Beschreibung eines Ausritts in Wales entführte uns eine Teilnehmerin in eine wunderbar einsame Landschaft und die Geschichte mit dem Mann mit dem grünen Badetuch brachte alle zum Lachen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Claudias Erzählcafe " src="http://www.cremer-biografien.de/img/Erzählcafe 02.jpg" alt="" width="407" height="323" /></p>
<p>Lecker war wie immer auch der Kuchen. Da kann man doch einfach nicht widerstehen!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Kuchen im Cafe Goetz" src="http://www.cremer-biografien.de/img/Erzählcafe 03.jpg" alt="" width="428" height="354" /></p>
<p>Ich freue mich schon auf das nächste Treffen am 28. September mit dem Thema: „Mein schönstes Kleid“. Alle, die Spaß am Erzählen und am Zuhören haben, sind herzlich eingeladen ins Café Goetz auf der Sülzburgstraße um 15 Uhr. Bitte Fotos mitbringen!</p>
<p>Bis dann, Claudia Cremer</p>
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